Vom nicht wohin wissen

Es lebt in mir die nicht tot zu schlagende Idee, ich müsse irgendwohin. Ankommen. Zu einem bestimmten Ort gehen und mein Leben so gestalten, dass es diesem gedanklichen Wohlfühlort entspricht. Schwer lastet auf mir das Gefühl, diesen Ort nicht bei mir zu haben, aus ihm verstoßen worden zu sein. Der Lebensflow. Es gibt keinen bequemen Weg, der von der Erde zu den Sternen führt. Das habe ich heute gelesen und es beruhigt mich, zu wissen, dass dieser Weg kein einfacher Spaziergang ist und Rückschläge, die mich von ihm abringen, dazu gehören. Dass die Dinge und Ereignisse nicht ohne mein Zutun zu mir kommen und dass einem im Leben nichts geschenkt wird (und doch mehr, als wir manchmal denken). Denn unter diesem Aspekte verwandelt sich das auf-und-ab des Lebens und der eigenen Kreativität und Schöpferkraft (Synonyme) in einen eigenen Verdienst und weil nicht immer alles von alleine fließt, sind wir immer gefragt, Ingeneure jener Äquadukte zu sein, die schließlich die Ströme eines erfüllten Lebens durch unsere Existenz fließen lassen, aus denen wir unseren Teil schöpfen dürfen. Wir sind als Baumeister gefragt, wir erbauen die Städte, in denen wir leben wollen mit anderen zusammen. Zum Glück habe ich Architekten in meinem Freundeskreis.

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