Nr.2 Zutaten meines Erfolgsrezepts


Eine Methode ist ein geordnetes Vorgehen, methodisch, nach einer Methode, eine Methode anwenden. In der Wissenschaft üblich: Jede Disziplin hat ihre spezielle Methode, mit der Wissen auf einem bestimmten Gebiet erlangt wird, mit der zu einem Sachgebiet geforscht wird. In der Schule haben wir gelernt, eine Frage oder Hypothese aufzustellen, diese mit einem Experiment zu untersuchen (Datenerhebung), um selbige zu bestätigen oder zu widerlegen. Mir ist ein solches Denken nicht fremd, ich will hier aber nicht Wissenschaftstheorie betreiben, sondern meinen eigenen Weg (er)finden, wie ich mir praktisches Wissen auf einem Gebiet aneigne, um darin weiter forschen zu können, ein „intuitiver“ Weg, auf dem ich von feinen Impulsen geleitet werde, die mich immer wieder auf ein neues Teilstück einer Strecke hinweisen, eine Art innerer Schlüssigkeit oder Logik, eine Schlussfolge, dh. eine Folge von Schlüssen, also von Urteilen hinsichtlich dessen, was ich als wahr/stimmig erachte.

Ein Leitgefühl dabei ist eine Art von Entspannung und Flüssigkeit, nachdem ich eine bisher verschlossene (Wissens)Tür geöffnet habe und mir neuen Raum verschaffe. Darstellung eines Themas (in Text und eventuell Zeichnung) hilft mir dabei, Klarheit und Überblick zu bekommen und es mir schlicht zu merken, weil ich nämlich gerne meine Texte wiederlese und so Wissen verinnerliche. Schon eine kleine Übung wie das Exzerpieren eines Artikels und eine anschließende Neuformulierung in Form eines kleinen Merktextes, der meinen ästhetischen Ansprüchen gerecht wird, ist eine Methode des autodidaktischen Lernens und des Studierens.

Mein Weg ist nicht dein Weg, aber du kannst von mir nehmen, was du davon brauchst, den Rest werf weg. Mein Forschergeist kommt mir nämlich manchmal wir eine schwerfällige Eisenbahn vor, die erstmal eine Weile braucht, bis sie auf Touren kommt und fährt, aber wenn sie erstmal fährt und mein Geist aktiviert ist, bin ich nicht mehr zu bremsen, dieser Zustand der Produktivität – ihn aktiviert zu halten und nicht mehr durch eine nachlässige Lebensweise zu verlieren – ist mein Ziel!

Mein Weg ist kein geradliniger, ich mäandere und entfalte ein Bündel von Ideen, das als ein Knäul in meinem Geist liegt, ein sogenannter Felt Sense, der sich verändern kann. Ein Felt sense ist ein zunächst schwaches, inneres Gefühl, das im Körper gespürt werden kann und das bestimmte Situationen, Ängste, Ideen, Vorstellungen, ja eigentlich alles Mögliche, repräsentieren kann. Zu diesem inneren Gefühl kann man einen Zugang finden, indem man sich auf dieses schwache Gefühl konzentriert. Der Felt sense wurde von dem österreichisch-amerikanischen Psychologen Eugen Gendlin erstmalig beschrieben, der eine Methode namens Focusing entwickelt hat, aber das nur am Rande oder in einem anderen Artikel. Nur eins: Oft fühlt man etwas, bzw. ahnt etwas, ohne schon die richtigen Worte dafür zu haben, in einer ungeduldigen Zeit wie der unsrigen wird so etwas ja ignoriert, im Focusing kann man aber für so etwas einen Platzhalter einsetzen, und zwar […].

[…] da ist etwas, aber ich habe es (den Felt sense eines neuen Wissens) noch nicht entfaltet.

Statt also einer endgültigen überzeitlichen Methode nachzueifern, möchte ich zunächst

eine Rezeptsammlung erstellen, für die ich erlesene Zutaten suche. Vielleicht finde ich am Ende ja mein Erfolgsrezept, …, Rezept Nr. 1 habe ich ja schon: Ich gebe jedem meiner autodidaktischen Merkzettel eine Nummer, zb. Nr. 2 (4/19) und kann unterwegs in mein Schreibheft unter dieser fortlaufenden Nummer mit verschiedenen Rezepten experimentieren. Rezept Nr.1 ist schonmal Exzerpieren eines Artikels und eine anschließende Neuformulierung in Form eines kleinen Merktextes. Rezept Nr.2 Die Entfaltung des inneren energetischen Bündels/Felt Sense: Autodidakt in Form von Artikeln. Rezept Nr.3 Eine Manifestation als eine Bündelung meiner Energie auf eine begrenzte Anzahl von Vorhaben. Wie aber entscheide ich mich für bestimmte Themen, die ich bearbeite, wie gebe ich dem Ganzen eine innere Konsistenz? Ehrlich: Das weiß ich nicht, ich kann nur diesen feinen, inneren Impulsen vertrauen, mir immer das nächste Thema nahe zu bringen. Die damals 16 jährige Kendall Hailey hat in ihrem Buch The day I became an autodidact Klassiker der Weltliteratur gelesen und mit ihrem eigenen, aktuellen Leben verglichen. Ihr Weg! Mein Weg? Und deiner […] ?

Plötzlich aufgetauchte Zutaten („aufgeploppt“, aufgesprossen), die nicht mehr im Fließtext von Nr.2 Platz fanden:

In der Kürze liegt die Würze, dh. einen Artikel kurz halten und nicht alle Ideen und Gedanken mutwillig reinquetschen, lieber in einen Anhang.

Vergleiche: www.Focusing.org

Autodidakt/in: Versuch einer Definition

Autodidakt/in

Versuch einer Definition zum Zwecke der Entwicklung einer individuellen Methode

Dieser Blog soll zu einer Reihe von Texten gedeihen, die der Kunst des autodidaktischen Lernens gewidmet sind. Autodidakten sind Menschen, die sich auf außer-akademischen Weg Wissen zu selbstgewähltem Themengebieten aneignen und dabei eine eigene Lernmethode entwickeln.

Diese Methode ist Frucht eines kreativen Prozesses, in dem der Autodidakt – um seine eigenen Schwächen wissend – ein zu seinen Anforderungen passendes System erfindet, hier und da Veränderungen vornimmt, bis er irgendwann bemerkt, dass sein System funktioniert und jetzt heißt es … Disziplin!

Eine grundlegende methodische Überlegung:

1. Einerseits möchte ich in „Der Weg des Autodidakten“ eine eigene Methode entwickeln, die für mich funktioniert, um mir Wissen anzueignen. Hierbei werde ich auch Methoden anderer Autodidakten ausprobieren oder zumindest erwähnen, ich bilde mich quasi autodidaktisch zum Thema Autodidaktismus. Das soll aber nur das Grundthema des Blogs sein, das Anwenden einer autodidaktischen Methode – Autodidakten beschäftigen sich immer mit spezifischen Inhalten/Themen. Für welche Themen könnte ich mich begeistern und brennen? Literatur und Kultur, Geschichte(n), Technik und Umwelt, erneuerbare Energien, Sprache, Mystik, Natur, Architektur und Stadtplanung, Kosmos und Astronomie, Solidarische Gesellschaft, Nachhaltigkeit, um mal ein paar spontane Begriffe zu nennen.

Mit meiner selbst entwickelten Methode bearbeite ich diese Themen mit dem mir zur Verfügung stehenden Werkzeug der Sprache zu Textdiamanten, deren Licht vielleicht auch euren Horizont erweitert. Die der Sprachschönheit und des verständlichen Leseflusses verpflichteten Texte dienen mir als dokumentierte Ergebnisse meiner autodidaktischen Arbeit, als Merkblätter, als Archiv, als Exzerpte, und darüber hinaus sollen sie mir Handlungsimpulse für meine Tätigkeit in der Welt geben, denn ich will meinen Teil beitragen, unser Raumschiff Erde noch lange für die Menschheit zu erhalten, und das schließt Wissenschaft, Kultur und Mitmenschlichkeit mit ein – es interessiert mich mein Nachbar und Artgenosse.

Zu guter Letzt die wichtigsten Eigenschaften des Autodidakten: Wissbegierde, Liebe für die Welt, die Menschen, Natur, das Wissen und …………….. ein langer Atem!